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Als König unter Tage

Die Steigerstempel der Harzer Wandernadel werden oft kontrovers diskutiert. Die einen nennen sie Drive-In Stempel, andere sehen in ihnen eine willkommene Gelegenheit, Stempel auf große Distanzen mit geringem Aufwand zu erwerben. Die Stempelstellen der Harzer Wandernadel interpretiere ich für mich als Bildungs- und Erholungsauftrag an den Stempelsammler. Wird mir eine solche Möglichkeit geboten, greife ich sie beim Schopf. Der Stempel am Besucherbergwerk in Wettelrode bietet dabei aber noch viel mehr. In meiner Heimatregion ist der Kupferbergbau eine alte Tradition und leider Vergangenheit, sich ihr zu nähern eine Verpflichtung. Also habe ich zwei Highlights miteinander verbunden, indem ich meinen 50.Stempel und damit die Krönung zum Harzer Wanderkönig und eine Seilfahrt im Bergwerk Wettelrode auf einen Tag koordiniert habe. Um einem weiteren Stempel einen besseren Ruf zu verschaffen, habe ich den Kunstteich in Wettelrode und den Bergwerkspfad ebenfalls eingebunden. Mehr Kultur geht nicht!

Harzer Bergwald Tourendetails:

 

Startpunkt: Parkplatz am Besucherbergwerk Wettelrode

Länge: 6 Kilometer

Stempel Harzer Wandernadel: 222

Download: GPX-Datei

Besucherbergwerk Wettelrode

Wettelrode im BergwerkZur lang geplanten Königsrunde sind wir zu fünf Wanderern angetreten. Ariane stempelte als erster Jubilar für Silber und ich konnte mit Stempel Nummer 50 den Titel Harzer Wanderkönig erringen. Gestempelt wurde an der Stempelstelle 222 der Harzer Wandernadel am Parkplatz des Besucherbergwerks. Nachdem der "Pflichtteil" erledigt war, ging es ins Bergwerk. Wir konnten uns im Eingangsbereich unsere Ehrenzeichen und die Marken für die Seilfahrt holen. Nach kurzer Einweisung und Einkleidung ging es pünktlich in den Korb und mehr als 100 Meter in die Tiefe. Dann hieß es auch gleich Umsteigen in einen der Waggons der Grubenbahn, um zum eigentlichen Ziel zu gelangen. Auch hier erfolgte eine kurze Einweisung, um Verletzungen während der Fahrt durch den teils sehr engen Stollen zu vermeiden. Am Ziel angekommen, nahm uns unser Bergwerksführer in Empfang. Die Führung wurde sehr kurzweilig, da er sie sehr interessant gestaltete, sehr einfühlsam auf die jüngsten Besucher einging und immer wieder Lacher mit lustigen Anekdoten provozierte. Uns wurden die Arbeitsbedingungen der unterschiedlichen Jahrhunderte gezeigt und erläutert, einhergehend mit der Beschreibung der gesundheitlichen Folgen für die Bergleute. Sehr anschaulich war auch die Vorführung der Kupfererzgewinnung in der neueren Zeit. Das ging so weit, dass sich Kinder und Erwachsene an den Bohrgestängen und Pressluftbohrern versuchen durften. Abschließend wurde ein stationäres Gebläse gezeigt und die Kraft eines mobilen vorgeführt. Vor der Seilfahrt ans Tageslicht gab es die Möglichkeit, sich mit kleinen Wackelmännern, gefüllt mit Bergmannsschnapps, zu versorgen. Über Tage gab es ebenfalls sehr viele Exponate vergangener Zeiten zu bestaunen. Alte Transportmittel waren teilweise zugänglich, so dass nette Erinnerungsfotos entstanden. Zum Ende der Führung waren wir alle begeistert und zugleich auch erschüttert über das Gesehene. Niemand wollte mit den Bergleuten tauschen.

Der Bergwerkspfad

Da sich dieser Tag auch zum Wandern anbot, nutzten wir die Gelegenheit und wanderten über den Bergbaupfad in Richtung Kunstteich, um so weitere Eindrücke zu sammeln und den Ruf des Stempels am Kunstteich als Drive-In zu entkräften. Auch der Bergwerkspfad entpuppte sich als sehr interessant und lehrreich gestaltet. Auf einem großen Areal ist der Altbergbau in der Kupfererzgewinnung anschaulich und zum Anfassen dargestellt. Viele Modelle sind begehbar und benutzbar, so zum Beispiel das Pochwerk und der Wetterofen. Hier gab es auch Einblick in den Abbau des Erz im Tagebau in einem sogenannten Schürfgraben. Auf unserem weiteren Weg trafen wir auch auf den Förderschacht Caroline, von dem nur noch eine Tafel zeugt und die Reste einer Halde.

Der Kunstteich

Am Kunstteich angekommen, versorgten sich alle, die noch nicht im Besitz waren, mit dem ehemaligen Stempel Nr.211 der Harzer Wandernadel und konnten voller Stolz behaupten, auch den hab ich mir erwandert! Nachdem sich alle auf der Terrasse des Wald Cafés gestärkt oder mit Eis erfrischt hatten, ging es die Tour weiter zurück zum Startpunkt am Parkplatz des Besucherbergwerks. Der Weg führte am Badeufer des Kunstteichs vorbei durch den Wald und nach einem Schwenk über die Wiesen wieder nach Wettelrode. Temperaturen und Sonne machten den Weg nicht leicht, deshalb waren wir alle froh, dass wir diese kurze Runde für den Festtag gewählt hatten.

 

Die Komoot-Karte der Tour:

 

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