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Der Harzgarten von Stolberg

Aufstieg in den Himmel über der Thyra

Stolberg, welches mit Fug und Recht zu den schönsten Städten des Harzes zählt, ist der Startort unserer Tour. Sie führt uns in die Wälder im Westen des Ortes vom Harzgarten zur Hunrodeiche, auf dem Kamm durch die dichten Buchenwälder entlang und wieder zurück ins Thyratal über den Jüdengrund. Himmelsleiter(mit Luthereiche) und Unterer Bandweg leiten uns im letzten Teil der Wanderung geschickt an Stolberg vorbei, um die Aussicht aus hoher Lage auf den Ort und das Schloss prächtig auszukosten. Auf der Wanderung am Silvestertag hat mich Justus begleitet und selbst Dauerregen konnte unsere Freude über diese schöne Gegend nicht trüben. Die Tour ist nur ca. 14 Kilometer lang, gehört deshalb trotzdem nicht zu der leichten Sorte. Den Großteil der Höhenmeter gilt es bereits zum Start der Tour zu absolvieren, denn über den Harzgarten zur Hunrodeiche hinauf erwarten uns Steigungsprozente im zweistelligen Bereich. Der Anblick Stolbergs zum Ende hin ist jedoch jede Anstrengung wert!

Harzer Bergwald Tourendetails:

 

Startpunkt:Parkplatz hinter dem Rittertor

Länge: 15 Kilometer

Stempel Harzer Wandernadel: 216

Download: GPX-Datei

Der Harzgarten

Im Harzgarten bei StolbergWir beginnen auf dem Parkplatz in der Rittergasse im Ludetal am nördlichen Ortsende. Nach nur wenigen Metern begrüßt uns das Eingangstor des Harzgartens. Trotz mieser Wetterbedingungen übt die Natur im Berg eine ungeheure Anziehungskraft auf uns aus. Wir folgen den Pfaden, die sich eng an die Hänge anschmiegen, bestaunen riesige Fichten und freuen uns über die liebevoll angelegten Holzbrücken, über die wir zweimal ein Bächlein kreuzen. Der Harzgarten ist so schön, dass wir garantiert zur grünen Jahreszeit noch einmal hierherkommen werden.

Unser Bergpfad trägt uns weiter nach oben zum Stolberger Ortsteil Hainfeld. Im letzten Teil wird die Landschaft offener und große Wiesen prägen das Bild. Auf dem Berg angekommen, führt uns eine asphaltierte Straße nach links zur Hundrodeiche. Hier hatt die Harzer Wandernadel ihre Stempelstelle Nr.216 aufgestellt. Leider sind von der Eiche nur noch der Stamm und wenige Aststümpfe erhalten, aber der mächtige 1000-jährige Baum wirkt noch immer sehr erhaben. Direkt am Stempelkasten wurde eine neue Eiche gepflanzt.

Wandern in den Horizont hinein

An der Hunrodeiche wenden wir uns nach Südwesten und folgen einem langen Forstweg. Dort, wo er nach Süden abdreht, zieht sich der Weg schnurgerade vor unseren Augen dahin. Die Buchenwälder, Aufforstungen am Wegrand und Bodenwellen bieten hier Abwechselung. Am Ende des Weges schwenken wir nach Links und ziehen dem Jüdengrund entgegen. Ein großer Rastplatz in einer Senke mit mehreren überdachten Sitzplätzen und einer Feuerstelle erweckt unsere Aufmerksamkeit. Wenige Meter weiter folgen wir einem abbiegenden Pfad, in der Hoffnung den Forstwegen entrinnen zu können und auf natürliches Geläuf zu wechseln. Leider entpuppt sich der Weg als Sackgasse, die zu einer unbewohnten Hütte führt. Doch komoot zeigt uns an, dass nur ein paar Meter durch einen Fichtenwald ein neuer Pfad wartet. Wir kreuzen durch diesen Fichtenwald, müssen eine kurze Böschung hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf. Kein leichtes Unterfangen, denn mittlerweile regnet es stark, das Laub und der Grund unter unseren Schuhen werden schmierig. Wer sich diese "Abkürzung" ersparen will, nimmt einfach den Forstweg in einer lang geschwungenen Linkskurve. Dem Pfad folgend, erreichen wir schon bald wieder den Weg hinab zum Jüdengrund, der sich in langen Biegungen an die Hänge schmiegt. Kurz vor der Talsohle entscheiden wir uns noch, den Weg etwas abzuändern. In der ursprünglichen Planung wäre die Wanderung für ein Stück die Straße im Thyratal entlang gegangen. Um dies zu vermeiden, schwenken wir wieder nach links, um den Hirschkopf und den Wiesenberg zu umrunden.

Himmelsleiter und Unterer Bandweg

Buchenwald bei StolbergNur einmal noch passieren wir Asphalt auf der Silberbachstraße und schwenken dann in den Hang links von Stolberg ein. Als wir vor der Himmelsleiter, einer Treppe, stehen, muss mir niemand den Ursprung des Namens erklären. Ich bin durchnässt und etwas erschöpft, deshalb empfinde ich so gar keine Freude beim steilen Aufstieg. Auch hier werden wir wohl noch einmal herkommen, um die Treppe erneut in Angriff zu nehmen und vielleicht auch zum Oberen Bandweg aufzusteigen, wo heute die neue 216 der Harzer Wandernadel steht. So führt uns dann die Himmelsleiter auf den Unteren Bandweg, der schon bald zur Galerie wird. Unter uns zieht sich Stolberg durch das Tal der Thyra und drüben auf dem gegenüber liegenden Berg steht das ca. 800 Jahre alte Stolberger Schloss und dominiert die Aussicht. Bänke entang des Bandweges laden immer wieder zum Verweilen ein. Diesen Anblick dürfen wir eine ganze Weile genießen, ehe der Weg langsam hinab in Richtung dem Flüsschen Lude geht und die Rittergasse, unseren Startpunkt, erreicht. Die Zeit sitzt uns im Nacken, wir sind durchnässt und leicht erschöpft, so beenden wir trotzdem zufrieden unsere Wanderung in fast buchstäblich letzter Minute des Jahres 2015.

Fazit

Der Südharz ist sehr stark von Buchenwäldern geprägt. Stolberg mach dort keine Ausnahme. Das Wandern über die Pfade und Forstwege durch die noch spätherbstlich anmutenden Wälder ist sehr entspannend. Doch das Wanderrevier Stolberg hat weit mehr zu bieten. Wer den steilen Aufstieg zur Hunrodeiche wagt, wird am schönen Harzgarten seine Freude finden. Der Forstweg entlang der Hänge zieht sich in riesigen Bögen in den Jüdengrund hinab und gibt so manchen Blick in die Ferne frei. Letzendlich läuten Himmelsleiter und Bandweg zum alles entscheidenden Finale. Über den Dächern von Stolberg im Angesicht des Stolberger Schlosses vergeht einem das Staunen nicht. Das Fachwerkstädtchen bildet den perfekten Abschluss der Wanderung. Die rund 14 Kilometer lange Runde hat es im ersten Teil besonders in sich. Eine Steigung von bis zu 16 Prozent ist nichts für jedermann. An der Hunrodeiche wird man am Ende des Anstiegs mit einem Stempel der Harzer Wandernadel, dem einzigsten des Tages, belohnt. Wer am Ende seiner Wanderung noch ausreichend Energie besitzt, sollte sich unbedingt einen Spaziergang durch die engen Fachwerkstraßen von Stolberg gönnen.

 

Die Komoot-Karte zur Tour:

 

Tags: Kostenlos Parken Südharz Bis 15 Kilometer Geschichte Aussicht Stolberg