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Jugendwandern in Bad Grund

Junge Hüpfer treffen alte Hasen

Samstag in der Früh 6:00 Uhr aufstehen, 90 Minuten im Auto sitzen, acht Stunden über Stock und Stein, darunter drei schweißtreibende lange Anstiege. Sieht so ein Tag an einem Wochenende eines Jugendlichen aus? Nein? Dann lasst euch mal überraschen. Harzer Bergwald hat zum Jugendwandern eingeladen und hat den Jungwanderern einige Hindernisse auf dem Weg zu den Stempeln der Harzer Wandernadel ausgesucht. Die Arena für das sportliche Unterfangen in der Natur bildeten die Berge zwischen Bad Grund und Wildemann.

Harzer Bergwald Tourendetails:

 

Startpunkt: Parkplatz WeltWald/Hübichenstein

Länge: 18 Kilometer

Stempel Harzer Wandernadel: 105, 129, 130

Download: GPX-Datei

WeltWald Harz

Max stempelt im Welt Wald HarzBad Grund am Eingang des WeltWald Harz, Samstagmorgen gegen 9 Uhr. Drei Fahrzeugen entsteigen neun Wanderfreunde, die teilweise recht lange Anfahrten auf sich genommen haben, um diesen Tag gemeinsam zu verbringen. Mit dabei auch unsere vier Jungwanderer Brian, Magnus, Max und Justus. Neben einem Teil des Harzer Bergwald Teams haben sich auch Mariana und Andreas hinzu gesellt. Vom Parkplatz ausgehend wird der WeltWald Harz über den Kanadaweg in Angriff genommen. Bereits auf den ersten Metern wird klar, dass keiner von uns Schlaumeiern einen nützlichen Beitrag leisten kann, die Sträucher und Bäume sicher zu identifizieren, die man in heimischen Gefilden sonst nicht antrifft. Zum Glück sind die meisten gut beschildert oder auf Schautafeln erklärt. Besonders die Mammutbäume hatten es uns angetan, die teils, in riesigen Gruppen gepflanzt, einen Urwald schaffen. Nach dem wir die Pfade unter den Riesen verlassen, geht es über einen Wirtschaftsweg zur Hütte mit der Stempelstelle 129 der Harzer Wandernadel. Über den Ostamerika- und den Appalachenweg verlassen wir den WeltWald wieder.

Bergwertung am Iberger Albertturm

Andreas warnte uns vor dem Anstieg zum Iberger Albertturm. Dementsprechend zog sich unsere Gruppe in die Länge. Die Jungwanderer waren die ersten am Turm. Andreas war es auch, der uns in die Waldgaststätte am Albertturm führte. Hier konnten alle ein wenig die Anstrengungen von sich fallen lassen. Wer mochte, wurde mit Eis, heißer Schokolade oder anderen Leckereien bedacht. Vor dem Aufbruch kauften wir in der Gaststätte noch unsere Eintrittskarten für die Besteigung des Turms. Oben angekommen, gab es eine herrliche Aussicht zu bestaunen. Das Wetter meinte es gut mit uns, so dass wir eine hervorragende Weitsicht genießen durften. Man mochte sich gar nicht mehr trennen. An der Waldgaststätte versorgten sich alle mit dem Stempel Nr.130 der Harzer Wandernadel.

Vom Turm bewegten wir uns zum Quellenweg, der uns zum Gallenberg führen sollte. Unterwegs fand ein reger Austausch zwischen den alten Wanderhasen und den jungen Hüpfern statt. Pflanzen, Tiere und Pilze wurden sachkundig bestimmt und über allerlei andere Dinge gefachsimpelt. Die Tränke am Quellenweg bot allen eine willkommene Erfrischung. An einer Spinne bogen wir zum Gallenberg auf einen Waldpfad ein. Die meisten ahnten hier noch nicht, dass das Ende dieses Pfades das absolute Highlight des Tages bieten sollte.

Almfeeling auf dem Gallenberg

Elko auf dem GallenbergAls sich links von uns der Wald öffnete und den Blick auf den Adlersberg frei gab, begann das Staunen über die schöne Bergwelt. Nur wenige Meter weiter endete der Wald und mündete in eine riesige Bergalm. Spätestens jetzt waren alle von der Umgebung ergriffen und mussten sich erstmal fangen. Die Gruppe zog sich in eine ewig lange Schlange, da jeder seine eigenen Eindrücke im Bild festhielt und bestaunte. Auf der Alm graste friedlich eine Rinderherde. Elko bewegte sich an ihnen vorbei und ich musste mich zuerst einmal darüber vergewissern, dass da kein Zaun war! Der Almpfad führte direkt an den weidenden Kühen vorbei. Elko und ich nutzten sofort die Gelegenheit, ein paar Erinnerungsfotos zu schießen. Das wird einem auch nicht alle Tage geboten. Auch die Jungs knipsten was das Zeug hält. Eine ältere Dame mit einem niedlichen kleinen Hund bot der Gruppe eine Gelegenheit zu einem Plausch. Für die Kinder bot sich die Gelegenheit, dem Hund ihre Aufmerksamkeit zu widmen, die dieser sichtlich genoß. Andreas nutzte irgendwann die Gelegenheit, die euphorisierte Gruppe auf die nächste Hürde hinzuweisen. Uns gegenüber wand sich der Pfad hinauf zur Prinzenlaube in den steilen Hang. So manchem verging bei dem Anblick das Lachen, aber dort führte nun mal unser Weg lang. Ein Hinweis auf den bereits bewältigten Anstieg und die Anstrengungen vergangener Wanderungen gab allen wieder Mut. Immerhin war das auch nur ein Berg wie jeder andere.

Wildemann und die Prinzenlaube

Um zur Prinzenlaube zu gelangen, mussten wir noch ins Tal nach Wildemann und die Innnerste, einen Fluss, überqueren. Als erstes begrüßte uns die wunderschöne Maria-Magdalenen-Kirche im Ort. Ich versuchte aus allen Lagen geeignete Fotos zu schießen, was Andreas sehr belustigte und ihn widerum dazu bewog, mich bei meinen Anstalten zu fotografieren. Der Bohlweg von Wildemann bot einen Eindruck von der Schönheit dieses Bergstädtchens. Auf der anderen Seite wartete plätschernd die Innerste, in der man mit einem wachen Auge sogar Fische finden konnte. Dann ging es auch schon in den Anstieg zur Prinzenlaube. Der Pfad war im Zick-Zack angelegt und so deutlich entschärft. Niemand beschwerte sich und wir kamen zu Beginn sehr gut voran. Doch je weiter wir aufstiegen, um so schöner wurde das Panorama von Wildemann, das sich um den Gallenberg schmiegt. Noch einmal konnten wir unsere Alm aus der Ferne bewundern und blickten stolz auf den zurückgelegten Weg. Das Panorama wurde dankbar für viele Erinnerungsfotos genutzt. Eine Bank, mitten im Hang und mit bester Sicht, wurde kurzerhand für eine Vesper belegt.

Auf den letzten Metern ging es noch einmal etwas steiler den Berg hinauf, doch auch dieses Hindernis bezwangen alle Wanderer. Der Rastplatz an der Prinzenlaube bot Gelgenheit für einen nächsten Halt und etwas Stärkung. Der Stempel Nr.105 der Harzer Wandernadel an der Prinzenlaube war unser letzter des Tages. Wir machten uns wieder auf, denn es lagen noch ein paar Kilometer Rückweg vor uns.

Der 19-Lachter Stollen

Max der SchweinereiterDer steile Abstieg führte uns wieder nach Wildemann hinab. Dort besuchten wir kurz den 19-Lachter Stollen. Andreas hatte sich bestens informiert und konnte den Jungs einige interessante Dinge über den Stollen erzählen. Leider reichte unsere Zeit nicht mehr aus, um auch noch den Stollen zu befahren. So zogen wir weiter und kamen am Pochgrabenbrunnen vorbei. Diese Gelegenheit ließ ich nicht verstreichen und postierte die Jungs um den Brunnen für ein gemeinsames Foto. Mariana kommentierte es zum allgemeinen Gelächter mit "ein Jung(en)brunnen". Über den Bärenhöhlenweg verließen wir Wildemann und mussten einen letzten Anstieg hinter uns bringen. Am Schweinebraten entstanden weitere lustige Bilder auf einer hölzernen Wildsau. Aufgrund der Vielzahl der hier abzweigenden Wanderwege ließ meine Orientierung stark zu wünschen übrig. Einen bereits eingeschlagenen Weg brachen wir wieder ab und fanden nach kurzer Diskussion doch noch den richtigen. Vorbei am Höhlenerlebniszentrum führte ein schmaler Waldpfad, der an der Ruine des Iberger Kaffeehauses endete. Nach einigen vorsichtigen Blicken durch die zerbrochenen Fenster suchten wir uns einen Weg durch umher liegende Bäume. Der Abenteuerlevel stieg noch einmal extrem an. Die alten Wanderhasen führten die Gruppe geschickt, aufmerksam und sicher durch das unwegsame Gelände am Hang. Zur Sicherheit wechselten wir dann im Gänsemarsch auf die Straße und erreichten erschöpft und glücklich unsere Fahrzeuge am Parkplatz des WeltWald Harz.

Anstrengend und unvergesslich

Ich muss unserer Jugendwandergruppe ein ganz großes Kompliment aussprechen. Zu keiner Zeit gab es Aufregung über die Länge und Schwierigkeit der Tour, die ich leider nicht korrekt eingeschätzt hatte. Die drei anstrengenden Anstiege und die Tourenlänge forderten nicht nur den Jungs einiges ab. Jedoch erfuhr ich aus gut unterrichteten Quellen, dass die Jungs an diesem Tag sehr früh und dann auch sehr lange schliefen. Die Neulinge unter den Jungwanderern planen bereits die Anschaffung eines Stempelhefts. Harzer Bergwald wird es den Jungs bei der nächsten Gelegenheit gern schenken. Mariana und Andreas gilt ebenfalls ein großes Lob. Auf Anhieb haben sich alle mit ihnen wunderbar verstanden. Andreas wußte die Jungs durch seine Erfahrung und sein beruflich bedingtes Fachwissen zu fesseln. Wir freuen uns auf eine nächste Runde mit euch! 

 

Die Komoot-Karte zur Tour:

 

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