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Kupfer-, Karst- und Königewanderung

Kupfer-, Karst- und Königewanderung bei Wettelrode

Wenn wir mit euch im Harz wandern gehen, versuchen wir immer Highlights zu setzen. Bei dieser Tour ist uns das mehrfach gelungen. Neben dem Bergwerkspfad ab Wettelrode steht der Karstwanderweg und die Burgruinen von Morungen auf dem Programm. Das ist die Grundlage für eine sehr abwechslungsreiche Wanderung durch die interessantesten Bereiche des Südharz nahe Sangerhausen. Der Tourbericht stammt von unserer geführten Tour auf diesem Track.

Harzer Bergwald Tourendetails

Startpunkt: Parkplatz Besucherbergwerk in Wettelrode(kostenlos)

Länge: 15 Kilometer

Stempel der Harzer Wandernadel: 222

Download: GPX-Datei

Der Bergbaupfad

Große Begeisterung herrschte auf dem ersten Abschnitt der Tour, dem Bergbaupfad zwischen Wettelrode und Morungen. Mit Hilfe des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz haben wir Kontakt zu dem Geologen Martin Spilker herstellen können. Er hat sich der Bewahrung der Bergbautradition im Mansfelder Land, insbesondere dem Revier um Wettelrode verschrieben. Zu unserer Freude sagte er bereits bei der Anfrage sofort zu. Ab dem Parkplatz vor dem Besucherbergwerk führte uns Herr Spilker direkt hinauf zu den Exponaten des Altbergbaus. Unter den großen Objekten stechen besonders der Wetterofen, das Pochwerk und die Schürfstellen heraus. Beinahe an jedem Schaustück hatte Herr Spilker Ausführunge zum besten zu geben, denen gespannt gelauscht wurde.

Der Geologe Martin Spilker erklärt den Wanderern den AltbergbauAm Schacht Caroline führte unser Weg weiter Richtung Kunstteich vorbei am Kunstgraben. Herr Spilker erläuterte uns die Hintergründe zur Entstehung, dem Dammbruch Mitte letzten Jahrhunderts und der heutigen Nutzung. Die Führung durch Herrn Spilker endete am Alexanderschacht, der leicht versteckt in der Nähe der Straße zwischen Wettelrode und Morungen liegt. Wir alle waren uns einig, auf einer normalen Wanderung durch den Harz hätten wir diese Stelle nicht gefunden. Turbokaiser Helmut Engelmann spendierte eine Runde Turbotropfen zum Dank an Herrn Spilker. Von Harzer Bergwald gab es bereits zu Beginn der Wanderung eine getöpferte Tasse mit unserem Logo und Schriftzug verziert.

Die Mooskammer

Anschließend übernahmen wir selbst die Führung. Auf dem Karstwanderweg ging es schnurstracks in die Mooskammer. Elko und Thomas nutzten eine kurze Rast, um allen Teilnehmern etwas Hintergrundwissen zum Karst zu vermitteln. Dank der guten Beziehungen zum Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz besitzen wir sehr viel Infomaterial zu dieser Gegend. Nach dem Einstieg in den Wald zogen sofort die ersten Dolinen , welche in der Mooskammer erhebliche Größen erreichen, die Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich. Die wohl attraktivste Stelle der Mooskammer wird "Pferdeställe" genannt. Dort breitet sich ein riesiger Krater aus und am Wegrand liegt der Karst offen und ist wahrlich zum Anfassen nahe. Hinter einem steilen Hang versteckt sich, vor Blicken geschützt, eine weitere unfassbar große Doline. Hier solltet ihr sehr trittsicher sein. Dann lohnt sich die Anstrengung des kurzen und heftigen Anstiegs.

Auf dem weiteren Weg mussten wir feststellen, dass der Erlbach am Fuß der Mooskammer wegen der Trockenheit kein Wasser führt. Wenig später und ein paar hundert Meter weiter westlich tun sich Wiesen mit einem Blick in den Südharz auf. Im Sommer braucht ihr keine Decke, um hier eine Siesta abzuhalten. Hinlegen, Augen zu, den Vögel zuhören!

Das Mittelalter

Die Eintrittskarte für die Kupfer-, Karst- und KönigetourWir verließen die Mooskammer hinter Morungen wieder und schwenkten in den Südharz ein. Oft genug wurden Späße über ein kleines Jägerhäuschen gemacht. Mittlerweile hat sich bei Wanderungen von Harzer Bergwald in Morungen eingebürgert, dass an diesem "Kassenhäuschen" Eintritt bezahlt wird. Wir hatten deshalb eine Überraschung vorbereitet und für alle Teilnehmer Eintrittskarten hergestellt. Diese durften sie nun vom Kassenwart Karsten entgegen nehmen. Natürlich mit unserem neuen Harzer Bergwald Stempel. Einige Teilnehmer brauchten einen kurzen Moment, um unsere Aktion zu durchschauen.

Die Alte Morungsburg war die erste Ruine auf unserer Wanderung. Beinahe 1000 Jahre alte Geschichte war jetzt der Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Thomas versorgte die Gruppe mit Hintergrundwissen zu seiner Lieblingsgegend und der Ruine. Auf dem Burgberg machten wir dann eine ausgiebige Pause. Helmut, der Turbokaiser, entpuppte sich als Stimmungskanone und unterhielt die Gruppe mit Erzählungen. Nach der Stärkung begann der Rückweg der Wanderung. Die Wälder von Morungen sind wunderschön und können mit anderen sehenswerten Gegenden im Harz sehr gut mithalten.

Das obligatorische Gruppenfoto aller Wanderer an der Neuen MorungsburgÜber einen Bergpfad stiegen wir dann zur Neuen Morungsburg auf. An der Ruine angekommen, gab es wieder informatives Wissen durch Thomas vermittelt. Er gab dann auch allen Teilnehmern den Rat, auf dem Weg zum Aussichtspunkt den Blick nach rechts auf den Turm zu halten, um den danach folgenden Aussichtspunkt als Überraschung zu gestalten. Alle Teilnehmer der Wanderung folgten der Empfehlung und waren durchweg hingerissen von dem Blick auf die nahen Wälder und den fernen Kyffhäuser am Horizont. Die Aussicht von der Neuen Morungsburg wird nur noch durch die Schöne Aussicht bei Hainrode übertroffen. Der leicht eingetrübte Blick tat dem keinen Abbruch. Die Bank unter der Linde wurde zum Mittelpunkt der Wandergruppe. Und selbstverständlich wurden viele Erinnerungsfotos geschossen.

Rückweg über den Kunstteich

Den Rückweg traten wir dann über den Bergkamm an und wandten uns nach Osten. Zwei Mammutbäume zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Langsam senkte sich das Terrain. Am Kunstteich angekommen, rasteten wir erneut und nahmen einen Imbiss. Softeis stand sehr hoch im Kurs bei uns. Später gab es weitere Gruppenfotos auf dem Damm. Helmut genoss dabei seine Rolle als Stimmungskanone. Entlang des Kunstgrabens und später unterhalb des Lehrpfads suchten wir uns den Weg zurück zum Parkplatz. Unter der Gruppe herrschte Einigkeit, dass diese Tour ein Highlight in der südöstlichsten Ecke des Harzes ist. Das Harzer Bergwald Team möchte hier die Gelegenheit nutzen und allen für die Teilnahme danken. Ganz besonders liegt uns am Herzen, Herrn Spilker für die ausgezeichnet moderierte Führung über den Bergwerkspfad zu danken.

Fazit

Diese Tour ist vollgepackt mit Highlights des Südharz. Bergbau, Karstlandschaft und Burgruinen stehen auf der Liste der Ziele dieser Wanderung im Harz. Der Bergbaulehrpfad bei Wettelrode, die Mooskammer auf dem Karstwanderweg und die Ruinen bei Morungen sind die unangefochtenen Favoriten auf einer Tour mit nur knap 200 Höhenmetern. Ein Traum ist die Aussicht von Neu Morungen zum Kyffhäuser. Zur Lindenblüte bietet sich die Bank am Aussichtspunkt an. Entdeckt auf dieser Wanderung ein Stück Geschichte unserer Heimat und genießt die Stille auf den abgelegenen Pfaden.

 

Die Komoot-Karte zur Tour:

 

Das Video zur Tour:

 

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