Der Selketal-Stieg

Schild des Selketal-Stiegs an einem Baum bei StrassbergEr ist der romantischste Wanderweg des Ostharzes, der Selketal-Stieg. Auf 67 Kilometern verbindet er das Harzstädtchen Stiege mit der Weltkulturerbestadt Quedlinburg. Der Start liegt am Bahnhof Stiege. Du kommst entlang an den Selkequellen, der Wüstung Selkenfelde, dem Albrechtshaus und Güntersberge. Durch die Bergbauregion Straßberg geht es weiter an Silberhütte vorbei nach Alexisbad auf den sehr beliebten Klippenweg mit seinen Attraktionen, der Verlobungsurne, der Köthener Hütte und anderen. Von Mägdesprung wanderst du die Selke entlang durch ihr langes Tal nach Meisdorf. Über dem Tal wachen auf den Bergen die Ruine Anhalt und die Burg Falkenstein, deren Silhouette das Logo des Stiegs ziert. Via Ballenstedt und Gernrode erreichst du das Ziel, den Bahnhof Quedlinburg.
 
Harzer Bergwald entführt dich auf den Selketal-Stieg und auf romantischen Fahrten mit der Selketalbahn, die wir stellenweise als Zubringer für die Touren nutzen.
 
 
Das Wegezeichen des Selketal-Stiegs

Etappen des Selketal-Stiegs

Von Straßberg-Glasebach bis Mägdesprung

Von Mägdesprung bis Meisdorf

Der Selketal-Stieg: Von Mägdesprung nach Meisdorf

Von Mägdesprung nach Meisdorf erwarten dich wieder wildromantische Abschnitte des Selketal-Stiegs und das weit offene untere Selketal zwischen der Selkemühle und der Talmühle. Die Burg Falkenstein, Symbol des Stiegs, wacht über dem Tal, in dem du auch drei Stempel der Harzer Wandernadel findest. Tauche auf dieser Etappe ein in eines der schönsten Flusstäler des Harzes, abwechslungsreich und einzigartig.

Harzer Bergwald Tourendetails:

Streckenlänge: 15 Kilometer

Start: Bahnhof Mägdesprung

Streckenverlauf: Mägdesprung - IV.Hammer - Selkemühle - Talmühle - Jugendherberge - Meisdorf

Sehenswürdigkeiten: Obelisk Mägdesprung, Karlswerk, Blick auf die Burg Falkenstein, Mausoleum

Stempel der Harzer Wandernadel: 179, 203, 207

Info zu Bus und Bahn: Harzer Verkehrsbetriebe, Selketalbahn

Parkplatz: Bahnhof Mägdesprung(kostenlos) oder Gegenseite altes Freibad Meisdorf(kostenlos)

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Und wieder Klippen

Schroffe Klippe über der Selke nahe MägdesprungDiese Etappe beginnt am Bahnhof Mägdesprung. Direkt am Bahnhof befindet sich eine Bushaltestelle, ebenso in Meisdorf am Zielort. Alternativ kannst du dich mit Wanderfreunden verabreden und ihr lasst ein Fahrzeug am Zielort zurück. So könnt ihr später bei Ankunft das zweite Fahrzeug am Start wieder abholen.

Direkt neben dem Bahnhof steht ein großer Obelisk. An ihm vorbei beginnt in Richtung Carlswerk die Tour. Nach Überqueren der Bundesstraße schwenkt der Selketal-Stieg hinter dem Carlswerk auf die rechte Uferseite. Wirf einen Blick durch die Scheiben des Carlswerks. Die Werkhalle befindet sich noch heute in dem Zustand, wie sie am letzten Arbeitstag verlassen wurde. An der Brücke steht eine Infotafel zu diesem Bereich des Selketals.

Nach dem du die Brücke überquert hast, liegt einer der schönsten Abschnitte des Selketal-Stiegs und somit auch des Selketals vor dir. Ein Klippenweg schlängelt sich teilweise direkt neben der Selke und dann wieder hoch über ihr entlang. Solche naturnahen Wanderwege sind es, die uns in den Harz locken. Es folgt die schmalste Stelle des Selketals und später am III.Hammer ein Tunnel. Wenn du Kinder dabei hast oder selbst Kind genug geblieben bist, dann freue dich. Einige Meter vor dem Tunnel steht eine Fichte mit einem schwungvollen Ast, an der eine stabile Schaukel befestig ist. Kannst du hier einfach nur vorbei gehen?

An der Wegkreuzung vom III.Hammer lohnt sich ein Blick und ein kurzer Abstecher nach rechts. Dort steh der Herzog-Albrecht-Erbstollen. Er Bedarf keiner Dennert Tanne, um Aufmerksamkeit zu haschen. Der kunstvoll gestaltete Ausgang mit seinen Säulen beeindruckt sehr und erinnert dich ein weiteres Mal daran, dass du dich durch ein altes Bergbaubaurevier bewegst.

Harzer Bergwald Tipp zum Carlswerk

Das begehbare technische Denkmal Carlswerk in MägdesprungDas Carlswerk ist ein begehbares technisches Denkmal. Es hat keinen festen Museumsbetrieb. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt wie z.B. Schmiedevorführungen. Auf der Internetseite der Stadt Harzgerode kannst du dich über Termine und Eintrittsgelder informieren.

Das Herz des Selketals

Blick aus dem Selketal auf Burg FalkensteinDer Stieg trifft auf den IV.Friedrichshammer. Hier steht die Stempelstelle 179 der Harzer Wandernadel, die erste von drei Stellen auf dieser Tour. Vorbei am "Selketaler Waldgasthof" geht es in einem Bogen in den Wald. Hier wanderst du oberhalb der Selke bis zur Selkemühle. Leider ist dieses ehemals sehr beliebte Ausflugslokal dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen.

Jetzt öffnet sich dir das Herz des Selketals. Dieser Abschnitt zieht sich bis zur Talmühle bei Meisdorf und ist geprägt durch den freien Flusslauf der Selke, weite offene Wiesen und den steilen Hügeln an der Seiten des Tals. Viele historische und manche vergessene Orte liegen am Rande oder auf den Spitzen der Berge. Der Alte Falkenstein, die Ackeburg, ein Soldatengrab und andere Dinge gäbe es zu entdecken, wenn du den Selketal-Stieg verlassen würdest. Folgst du weiter dem Stieg, so kommst du zu einem sehr beliebten Rastplatz im Selketal, der Schutzhütte am Mettenberg. Neben besagter Schutzhütte befinden sich hier eine Sitzgruppe und die Stempelstelle 203 der Harzer Wandernadel.

Schon bald kommt auch das Symbol des Selketalstiegs in Sicht, die Burg Falkenstein. An der Talmühle schließt sich das Tal ein wenig. Es geht vor zum Gasthaus "Zum Falken" und der Jugendherberge.

Harzer Bergwald Tipp zur Burg Falkenstein

Der Selketal-Stieg führt unterhalb der Burg Falkenstein entlang. Wenn du dir genug Zeit eingeplant hast, kannst du in der Nähe des Gasthaus "Zum Falken" den Eselsstieg, einen schmalen Bergpfad, nehmen und die Burg besuchen. Es lohnt sich! Hier findest du alle wichtigen Informationen zur Burg.

Trimm-dich-Pfad und Naturlehrpfad

Das Mausoleum der Asseburger auf dem Selketal-Stieg bei MeisdorfDer Wechsel auf das linke Selkeufer läutet die letzten Kilometer dieser Etappe ein. Der Trimm-dich-Pfad und ein Naturlehrpfad gestalten diesen Abschnitt noch interessanter, als er ohnehin schon ist. Wenn du Kinder dabei hast, kannst du sie an den Geräten des Pfades beschäftigen oder du hilfst ihnen dabei, kostbares Wissen zu sammeln oder zu festigen. Zahlreiche Stationen ermuntern zu sportlicher Betätigung. Informativ gestaltete Schautafeln geben Einblick in das Leben und die Geologie in der und rund um die Selke.

Doch da ist auch noch der Pfad an sich, der deine Aufmerksamkeit erfordert. Direkt am Selkeufer führt oder vielmehr schlängelt er sich in Richtung Meisdorf. Kurz vor Ende dieser Tour steht das Mausoleum der Asseburger am rechten Wegrand. So imposant steht es da, dass du beinahe an der Stempelstelle 207 der Harzer Wandernadel vorbeilaufen könntest.

Mit diesem Highlight geht diese Etappe des Selketal-Stiegs vorbei. Sie endet an der Selkebrücke, wo sich auf dem Parkplatz des alten Freibads der Austieg anbietet.

Fazit

Die Etappe von Mägdesprung nach Meisdorf stellt jede Menge Highlights des Stiegs vor. Neben dem Klippenweg zu Beginn, dem weiten offenen Tal ab der Selkemühle und dem Pfad zwischen Falken und Meisdorf stellen das Carlswerk, der Herzog Alexis-Erbstollen und der Blick auf die Burg Falkenstein weitere Höhepunkte dar. Teilweise stark naturnahe Pfade versüßen die Wanderung ebenso wie die Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke. Ein Abstecher zur Burg bietet sich an. Direkter kannst du das Selketal kaum erleben.

Harzer Bergwald Tourentipp in der Region Mägdesprung

Wenn du dich für diese Tour begeisterst, findest du sicher auch unsere Wanderung vom Flussbett auf den Heuboden des Selketals interessant.

Die Komoot-Karte zur Tour:

 

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