Schweden
Schweden lässt sich auf vielen Wegen erreichen – mit der Fähre, über Dänemark oder über beide Brücken. Diese Übersicht zeigt dir, wo zusätzliche Kosten entstehen können, welche Übernachtungsmöglichkeiten es gibt und welche Regionen zu deiner Reise passen. So kannst du sie einfacher vorbereiten und unterwegs trotzdem flexibel bleiben.
Von Südschweden bis ins Fjäll
Meine ersten Schwedenreisen führten mich in den Süden. Später ging es immer weiter nach Norden – mit Auto, Minicamper und gemietetem Wohnmobil, über Fähren und Brücken.
Genau daraus entsteht diese Planungshilfe. Sie hilft dir, die einzelnen Bausteine deiner Reise zusammenzudenken, Entscheidungen besser einzuordnen und daraus deine ganz eigene Schwedenreise zu entwickeln.
Den kleinen Aussichtsturm auf dem Erik-Knutsåsen entdeckte ich eher zufällig bei meiner Reisevorbereitung. Von der Straße zwischen Mörkret und Gördalen ist er kaum zu erkennen und auch vor Ort nur unauffällig ausgeschildert.
Nach einem kurzen Weg öffnet sich jedoch ein weiter Blick über die Fjälllandschaft im westlichen Dalarna bis in Richtung Drevfjällen. Der Aussichtspunkt liegt nördlich des Fulufjället und nur wenige Kilometer von der norwegischen Grenze entfernt.
Erik-Knutsåsen auf Google Maps öffnen →Welcher Weg passt zu deiner Reise?
Schweden erreichst du über direkte Fährverbindungen, über kurze Fähren durch Dänemark oder vollständig über die Straßen- und Brückenverbindungen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt nicht nur vom Reiseziel ab, sondern auch von deinem Startort, der verfügbaren Zeit und davon, wie viel du selbst fahren möchtest.
Direktfähre nach Schweden
Eine direkte Fähre nimmt dir einen Teil der Autofahrt ab und schafft während der Überfahrt eine längere Pause. Je nach Verbindung erreichst du Südschweden, Göteborg oder andere Häfen im Ostseeraum. Abfahrtszeit, Überfahrtsdauer und eine mögliche Kabinenbuchung sollten zur anschließenden Weiterfahrt passen.
Über Dänemark
Kurze Fähren und Brücken bieten mehr zeitliche Flexibilität, bedeuten aber zusätzliche Straßenkilometer und mögliche Brückengebühren. Auch dein Startort kann entscheidend sein: Je nach Anfahrtsweg kann die Route durch Dänemark sinnvoller sein als die Fahrt zu einem weiter entfernten Fährhafen.
Fährverbindungen im Ostseeraum
Entdecke mögliche Verbindungen, Betreiber und praktische Hinweise zu Abfahrtshäfen, Überfahrten und zur anschließenden Weiterreise.
Fährverbindungen entdecken →Nicht jede Straßenroute ist kostenfrei
Schweden besitzt keine allgemeine Pkw-Autobahnmaut. Dennoch können bei der Anreise und während der Reise Gebühren entstehen. Wer über Dänemark fährt, muss je nach gewählter Route die kostenpflichtige Storebælt- und/oder Öresundbrücke berücksichtigen. Innerhalb Schwedens gibt es außerdem City-Maut und einzelne gebührenpflichtige Brücken.
Stockholm und Göteborg
In Stockholm und Göteborg wird zu bestimmten Zeiten eine City-Maut erhoben. Sie betrifft auch im Ausland zugelassene Fahrzeuge. Die Durchfahrten werden automatisch über das Kennzeichen erfasst.
Motala, Sundsvall und Skurubron
Für die Brücken in Motala und Sundsvall sowie die Skurubron bei Stockholm werden Infrastrukturabgaben erhoben. Auch hier erfolgt die Erfassung automatisch. Besonders die Sundsvallbrücke ist für Reisende relevant, die auf der E4 weiter nach Norden fahren.
Aktuelle Informationen zu City-Maut, gebührenpflichtigen Brücken und der Abrechnung ausländischer Fahrzeuge stellt das schwedische Zentralamt für Transport bereit. Quelle öffnen →
Vom Campingplatz bis zum Ferienhaus
Schweden bietet Campingplätze, Stellplätze, Hütten, Ferienhäuser, Bed & Breakfast und Hotels. Welche Form passt, hängt von Fahrzeug, Region, Jahreszeit und gewünschter Flexibilität ab.
Campingplätze und Stugas
Campingplätze bieten planbare Versorgung und einen festen Standort für Zelt, Minicamper oder Wohnmobil. Viele Anlagen vermieten zusätzlich kleine Hütten, die in Schweden häufig als Stugas bezeichnet werden. Außerhalb der Hauptsaison und besonders weiter im Norden sollte man die Öffnungszeiten vorher prüfen.
Ferienhäuser
Ein Ferienhaus eignet sich besonders, wenn du mehrere Tage oder eine ganze Woche in einer Region verbringen möchtest. Es bietet mehr Platz und Ruhe, bindet dich aber stärker an einen festen Standort und ist deshalb für eine schnelle Rundreise meist weniger geeignet.
Hotels und Bed & Breakfast
Hotels, Pensionen und Bed & Breakfasts lassen sich flexibel in eine Rundreise einbauen. Sie eignen sich für einzelne Zwischenstopps ebenso wie für Stadtbesuche und schaffen Begegnungen, die eine Reise persönlicher machen können.
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Camping funktioniert in Schweden nicht nur im Hochsommer. Auf dem First Camp in Kalmar wurde die Feuerschale an einem kühlen Herbstabend zum Mittelpunkt unseres Stellplatzes.

Ein Ferienhaus bietet einen festen Ausgangspunkt, um eine Region mehrere Tage lang in Ruhe zu erkunden. Dieses rote Holzhaus in Småland steht für jene typisch schwedische Mischung aus Natur, Ruhe und liebevollen Details.
Das Jedermannsrecht richtig verstehen
Das schwedische Jedermannsrecht eröffnet große Freiheiten: Du darfst dich in der Natur bewegen, Beeren und Pilze sammeln und für kurze Zeit an einem geeigneten Ort zelten. Es ist jedoch kein Freibrief. Der Grundgedanke lautet, weder Menschen zu stören noch Natur und Eigentum zu beschädigen. In Nationalparks, Naturreservaten und einzelnen Gemeinden können zusätzliche Regeln gelten.
Abstand und Privatsphäre
Halte ausreichend Abstand zu Wohnhäusern, Gärten und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Wer in Schweden unterwegs ist, sollte die Ruhe und Privatsphäre anderer genauso respektieren wie die eigene.
Zelten ist nicht Parken
Ein einzelnes Zelt darf in der Regel für eine oder zwei Nächte auf geeignetem, widerstandsfähigem Boden stehen. Motorfahrzeuge gehören jedoch nicht zum Jedermannsrecht. Mit Auto, Wohnmobil oder Wohnwagen darfst du deshalb nicht einfach in die Natur oder abseits geeigneter Straßen und Stellflächen fahren.
Feuer nur mit Verantwortung
Feuer ist nur erlaubt, wenn die Bedingungen sicher sind und kein Verbot gilt. Nutze möglichst vorhandene Feuerstellen oder einen Kocher. Auf Felsen kann Hitze dauerhafte Schäden und Risse verursachen. Bei Trockenheit oder starkem Wind sollte auf offenes Feuer vollständig verzichtet werden.Feuer ist nur erlaubt, wenn die Bedingungen sicher sind und kein Verbot gilt. Nutze möglichst vorhandene Feuerstellen oder einen Kocher. Auf Felsen kann Hitze dauerhafte Schäden und Risse verursachen. Bei Trockenheit oder starkem Wind sollte auf offenes Feuer vollständig verzichtet werden.
Keine Spuren hinterlassen
Nimm Müll und Essensreste wieder mit und beschädige keine Pflanzen oder Bäume. Informiere dich zusätzlich über örtliche Bestimmungen – besonders in Schutzgebieten, an beliebten Übernachtungsplätzen und während erhöhter Waldbrandgefahr.
Ein schwedischer Freund erklärte mir früh, wie wichtig die gegenseitige Privatsphäre ist. In Schweden lässt man einander Raum und erwartet dieselbe Rücksicht auch von Gästen. Ich bat ihn damals ausdrücklich, mir zu sagen, wenn ich eine solche Grenze unbeabsichtigt überschreite – denn Rücksicht funktioniert nur, wenn man die unterschiedlichen Gewohnheiten versteht.
Grundlage sind die offiziellen Hinweise des schwedischen Naturvårdsverket. Prüfe vor Ort zusätzlich die Regeln von Gemeinden, Nationalparks und Naturreservaten. Quelle öffnen →
Vom Süden bis nach Lappland
Schweden verändert seinen Charakter, je weiter du nach Norden reist. Der Süden wirkt vielerorts idyllisch und vertraut, während die Entfernungen wachsen und die Landschaft zunehmend offener und wilder wird. Diese drei Bereiche sind keine starren geografischen Grenzen, sondern eine erste Orientierung für deine Reiseplanung.
Die Einstiegsdroge
Skåne, Blekinge und Småland sind von den südschwedischen Fährhäfen gut erreichbar. Küsten, Seen, Wälder und rote Holzhäuser vermitteln schon auf der ersten Reise sehr viel von dem Schweden, in das sich viele Besucher verlieben.
Seen, Wälder und erstes Fjäll
Mit jeder Etappe verändern sich Landschaft und Reisegefühl. Große Seen, ausgedehnte Wälder, die Höga Kusten und die ersten Fjällregionen machen deutlich, wie vielfältig und langgestreckt Schweden tatsächlich ist.
Wo die Weite übernimmt
Nördlich des Polarkreises bestimmen große Entfernungen, Fjälllandschaften und dünn besiedelte Regionen die Reise. Wer diese Wildnis sucht, sollte mehr Zeit, wechselhaftes Wetter und eine sorgfältigere Versorgung einplanen.

In Karlskrona liegt diese besondere Kleingartensiedlung, Brändaholm. Rote Lauben, gepflegte Gärten und schmale Wege zeigen selbst an einem trüben Herbsttag die liebenswerte Seite Südschwedens.

Vom Slåttdalsberget im Skuleskogen-Nationalpark reicht der Blick über die felsige Landschaft bis zu den Schären des Bottnischen Meerbusens.

Im Abisko-Nationalpark treffen goldene Birkenwälder, der Abiskojåkka und bereits verschneite Fjällberge aufeinander. Hier zeigt Lappland schon im Herbst seinen raueren Charakter.
Deine Reise, deine Entscheidung
Diese Seite führt Anreise, mögliche Zusatzkosten, Übernachtungen und Regionen zu einer verständlichen Planungshilfe zusammen. Sie gibt dir Werkzeuge, Erfahrungen und verlässliche Ausgangspunkte an die Hand, damit du die einzelnen Bausteine selbst einordnen und daraus deine ganz eigene Schwedenreise entwickeln kannst.
Planung schafft Freiheit


