Thomas von Harzer Bergwald HARZERBERGWALD
GUT VORBEREITET NACH SCHWEDEN

Wichtige Länderinformationen für Schweden

Was solltest du vor einer Reise nach Schweden über Bezahlen, medizinische Versorgung, Einreise und Zoll wissen? Auf dieser Seite findest du wichtige Länderinformationen kompakt zusammengefasst und mit weiterführenden offiziellen Quellen. So kannst du zentrale Fragen vor der Abfahrt klären und aktuelle Bestimmungen bei den zuständigen Stellen überprüfen.

Schnellüberblick

Zeitzone

Mitteleuropäische Zeit: MEZ (UTC+1), während der Sommerzeit MESZ (UTC+2). Die Umstellung erfolgt wie in Deutschland.

Währung

Schwedische Krone (SEK). Eine Krone entspricht 100 Öre. Schweden verwendet nicht den Euro.

Sprache

Schwedisch. Englisch ist insbesondere im Reisealltag meist weit verbreitet. Anerkannte nationale Minderheitensprachen sind Finnisch, Meänkieli, Samisch, Romani Chib und Jiddisch.

Internationale Vorwahl

+46. Bei einem Anruf aus dem Ausland entfällt die führende Null der schwedischen Orts- oder Mobilfunkvorwahl.

Notrufnummer

112 für akute Notfälle. Für nicht dringende Polizeifragen gilt 114 14, für medizinische Beratung 1177 und für Informationen bei größeren Unfällen oder Krisen 113 13.

Strom und Steckdosen

230 Volt bei 50 Hertz. Üblich sind Steckdosen der Typen C und F. Geräte mit den in Deutschland verbreiteten Euro- und Schuko-Steckern können in der Regel ohne Reiseadapter verwendet werden.

Besonderheit

Die Tageslänge unterscheidet sich je nach Jahreszeit und Region erheblich. Im Sommer bleiben die Tage sehr lange hell; nördlich des Polarkreises geht die Sonne zeitweise nicht unter. Im Winter sind die Tage entsprechend kurz, im hohen Norden steigt die Sonne zeitweise nicht über den Horizont.

Bezahlen

Kartenzahlung

Kartenzahlung ist in Schweden das wichtigste und am weitesten verbreitete Zahlungsmittel. Visa und Mastercard werden in Geschäften, Restaurants, an Tankstellen und bei vielen anderen Anbietern üblicherweise akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen mit Karte, Smartphone oder Smartwatch ist weit verbreitet. Nimm trotzdem eine physische Karte mit und merke dir die dazugehörige PIN.

Bargeld

Bargeld wird in Schweden nur noch vergleichsweise selten verwendet. Manche Geschäfte, Restaurants, Unterkünfte oder Verkehrsbetriebe akzeptieren überhaupt kein Bargeld. Eine Kartenzahlung sollte deshalb immer möglich sein. Ein kleiner Bestand an schwedischen Kronen kann dennoch als zusätzliche Reserve sinnvoll sein.

Landestypische Bezahldienste

Swish ist in Schweden ein sehr verbreiteter mobiler Bezahldienst. Damit werden Beträge direkt über eine Mobiltelefonnummer an Privatpersonen, Unternehmen oder Vereine überwiesen. Für Reisende ohne schwedisches Bankkonto und Mobile BankID ist Swish normalerweise keine nutzbare Alternative. Apple Pay, Google Pay und andere kartengebundene mobile Bezahldienste können dagegen abhängig von der eigenen Bank verwendet werden.

Für ausländische Reisende

Ausländische Visa- und Mastercard-Karten funktionieren in der Regel problemlos. Je nach eigener Bank können jedoch Gebühren für Fremdwährungen oder Auslandseinsätze entstehen. Wird am Terminal eine Abrechnung in Euro angeboten, ist die Zahlung in schwedischen Kronen meist transparenter; die Umrechnung erfolgt dann durch die eigene Bank. Für einzelne Automaten, Parkplätze oder digitale Dienste kann außerdem eine App oder Registrierung erforderlich sein.

Persönlicher Praxishinweis

Mein Praxistipp: Verlasse dich nicht ausschließlich auf das Smartphone. Nimm mindestens eine physische Karte mit, halte die PIN bereit und bewahre eine zweite Karte getrennt davon auf. Ein kleiner Bargeldbetrag in schwedischen Kronen ergänzt diese Reserve, auch wenn du ihn während einer normalen Reise möglicherweise kaum benötigst.

Gesundheit

Krankenversicherung

Gesetzlich Versicherte aus Deutschland können während eines vorübergehenden Aufenthalts mit der Europäischen Krankenversicherungskarte, kurz EHIC, medizinisch notwendige Leistungen des öffentlichen schwedischen Gesundheitssystems erhalten. Die Karte befindet sich häufig auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte. Zusätzlich ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass vorzulegen. Behandlungen können mit den gleichen Eigenanteilen verbunden sein, die auch für Versicherte in Schweden gelten.

Zusätzliche Absicherung

Die Europäische Krankenversicherungskarte ersetzt keine private Auslandsreisekrankenversicherung. Sie deckt insbesondere keine Behandlung bei ausschließlich privat abrechnenden Anbietern und keinen medizinisch notwendigen oder gewünschten Rücktransport nach Deutschland ab. Prüfe deshalb vor der Reise, ob deine bestehende Versicherung diese Leistungen umfasst, und schließe bei Bedarf eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung ab.

Medizinische Versorgung

Bei Beschwerden ist normalerweise eine Gesundheitsstation beziehungsweise ein Gesundheitszentrum, auf Schwedisch „vårdcentral“, die erste Anlaufstelle. Unter der Telefonnummer 1177 beraten medizinisch geschulte Mitarbeiter rund um die Uhr und helfen bei der Suche nach einer geeigneten Behandlungsmöglichkeit; Beratung auf Englisch ist möglich. In akuten oder lebensbedrohlichen Situationen gilt die Notrufnummer 112. Achte bei nicht öffentlichen Einrichtungen darauf, dass sie die Europäische Krankenversicherungskarte akzeptieren.

Europäische Kommission – Verwendung der Europäischen Krankenversicherungskarte in Schweden Quelle öffnen →

Einreise und Aufenthalt

Reisedokumente

Deutsche Staatsangehörige können mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass nach Schweden einreisen. Auch vorläufige Dokumente sowie noch gültige Kinderreisepässe werden anerkannt. Das Reisedokument muss während des gesamten Aufenthalts gültig sein. Ein Führerschein genügt nicht als Reisedokument oder Nachweis der Staatsangehörigkeit. Da zeitweise Kontrollen an den schwedischen Grenzen möglich sind, solltest du dein Reisedokument auch bei Reisen innerhalb des Schengenraums mitführen.

Aufenthaltsbestimmungen

Als deutscher beziehungsweise anderer EU- oder EWR-Bürger kannst du dich mit einem gültigen Reisepass oder nationalen Personalausweis bis zu drei Monate ohne weitere Voraussetzungen in Schweden aufhalten. Für einen längeren Aufenthalt gelten zusätzliche Bedingungen des EU-Aufenthaltsrechts, beispielsweise durch Arbeit, Studium, selbstständige Tätigkeit oder ausreichende eigene finanzielle Mittel. Für eine normale Urlaubsreise ist keine Aufenthaltserlaubnis erforderlich.

Reisen mit Kindern

Jedes mitreisende Kind benötigt ein eigenes gültiges Reisedokument. Für Minderjährige bestehen bei der Einreise nach Schweden grundsätzlich keine besonderen zusätzlichen Vorschriften. Reist ein Kind allein, nur mit einem Elternteil oder mit einer anderen Begleitperson, ist dennoch eine schriftliche Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten sinnvoll. Ergänzend können Kopien der Ausweisdokumente und bei abweichenden Familiennamen ein Nachweis der familiären Beziehung hilfreich sein.

Reisen mit Haustieren

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus Deutschland sind grundsätzlich eine gültige Kennzeichnung per Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und ein korrekt ausgefüllter EU-Heimtierausweis erforderlich. Die Kennzeichnung muss vor oder spätestens gleichzeitig mit der Tollwutimpfung erfolgt sein. Hunde und Katzen müssen außerdem bei der Einreise dem schwedischen Zoll gemeldet werden; bei Einreise aus einem EU-Land ist dies vorab online oder unmittelbar an der Grenze möglich. Für junge Tiere, mehr als fünf Tiere, andere Tierarten oder eine Reise ohne den Halter können zusätzliche Regeln gelten. Prüfe die Vorgaben deshalb vor jeder Reise erneut beim schwedischen Zentralamt für Landwirtschaft.

Auswärtiges Amt – Reise- und Sicherheitshinweise für Schweden Quelle öffnen →

Zoll und Einfuhr

Alkohol und Tabak

Alkohol aus Deutschland darf nach Schweden mitgenommen werden, wenn du mindestens 20 Jahre alt bist, die Waren selbst transportierst und sie ausschließlich für deinen eigenen beziehungsweise familiären Gebrauch bestimmt sind. Für Tabak gilt grundsätzlich ein Mindestalter von 18 Jahren. Auch hier müssen Kauf, Transport und Verwendung privat erfolgen. Der schwedische Zoll beurteilt im Einzelfall, ob Art und Menge noch als persönlicher Bedarf gelten. Für E-Zigaretten, Liquids und andere nikotinhaltige Produkte bestehen teilweise eigene Mengen- und Steuerregeln.

Lebensmittel

Lebensmittel aus Deutschland und anderen EU-Ländern dürfen für den persönlichen Gebrauch grundsätzlich nach Schweden mitgenommen werden. Das gilt normalerweise auch für tierische Erzeugnisse wie Fleisch- oder Milchprodukte. Vorübergehende Einschränkungen können jedoch beispielsweise wegen Tierseuchen, Pflanzenschutzbestimmungen oder bei besonders geschützten Arten gelten. Bei größeren Mengen oder ungewöhnlichen Produkten solltest du die aktuellen Vorgaben vor der Reise beim schwedischen Zoll beziehungsweise beim schwedischen Zentralamt für Landwirtschaft prüfen.

Medikamente

Medikamente dürfen für den eigenen medizinischen Bedarf mitgeführt werden. Bewahre sie möglichst in der Originalverpackung auf und nimm bei verschreibungspflichtigen Präparaten einen Nachweis mit, beispielsweise das Rezept, eine Apothekenkennzeichnung mit deinem Namen oder eine ärztliche Bescheinigung. Für bestimmte Schlafmittel, starke Schmerzmittel, ADHS-Medikamente und andere möglicherweise narkotisch eingestufte Präparate können besondere Mengenbegrenzungen und ein Schengen-Formular erforderlich sein. Kläre dies rechtzeitig mit deiner Apotheke oder der zuständigen Arzneimittelbehörde.

Besondere Ausrüstung

Für Schusswaffen, Munition, Armbrüste, Pfefferspray, Elektroschockgeräte und bestimmte andere gefährliche Gegenstände gelten besondere Genehmigungs- und Anmeldepflichten. Pfefferspray wird in Schweden waffenrechtlich nicht wie ein gewöhnliches frei verkäufliches Abwehrmittel behandelt. Auch bei Jagd-, Angel-, Outdoor- oder Sportausrüstung können je nach Gegenstand zusätzliche Vorschriften gelten. Prüfe ungewöhnliche oder potenziell gefährliche Ausrüstung deshalb vor der Abreise beim schwedischen Zoll und beachte zusätzlich die Beförderungsregeln der Fährgesellschaft oder Fluggesellschaft.

Tullverket – Schwedischer Zoll: Waren auf Reisen nach Schweden Quelle öffnen →

Praktische Besonderheiten

Schweden ist deutlich länger, als es auf vielen Europakarten wirkt. Zwischen dem äußersten Süden und dem hohen Norden liegen mehr als 1.500 Kilometer. Plane Fahrstrecken deshalb nicht nur nach der Entfernung, sondern auch mit ausreichend Zeit für Pausen, Einkäufe und spontane Stopps. Außerhalb größerer Orte können Tankstellen, Geschäfte und andere Versorgungsmöglichkeiten weiter auseinanderliegen.
Auch Tageslicht und Wetter verändern sich je nach Region und Jahreszeit stark. Im Sommer bleibt es lange hell, während die Tage im Winter deutlich kürzer sind. Im Norden sind diese Unterschiede besonders ausgeprägt. Eine Regenjacke, zusätzliche warme Kleidung und ein flexibler Tagesplan sind auch im Sommer sinnvoll.
Für alkoholische Getränke mit mehr als 3,5 Prozent gilt in Schweden ein staatlich geregelter Verkauf. Sie werden überwiegend in den Geschäften von Systembolaget angeboten und nicht wie in Deutschland regulär im Supermarkt verkauft. Öffnungszeiten und Feiertage solltest du deshalb rechtzeitig prüfen. Leichteres Bier ist dagegen auch in vielen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Unterwegs in einem langen Land

Große Entfernungen gehören zu einer Reise durch Schweden dazu. Wer Fahrzeiten nicht zu knapp plant und Raum für Pausen lässt, erlebt auch die Strecke als Teil der Reise.

Aktivitäten und Freizeit

Spontaner Angelstopp mit Hecht

Angelstelle entdeckt, die Fiskekort über iFiske gekauft und kurz darauf diesen schönen Hecht gefangen. Nach dem Foto durfte er wieder weiterschwimmen.

Angeln und Fiskekort

Schweden ist mit seinen zahlreichen Seen, Flüssen und Küstengewässern ein attraktives Reiseziel für Angler. Bevor du deine Angel auswirfst, solltest du jedoch prüfen, ob für das jeweilige Gewässer eine örtliche Angelkarte – die sogenannte Fiskekort – erforderlich ist.

Für viele schwedische Binnengewässer benötigst du eine örtliche Fiskekort. Sie gilt normalerweise nur für ein bestimmtes Gewässer oder Fischereigebiet und kann beispielsweise als Tages-, Wochen- oder Jahreskarte angeboten werden. Eine allgemeine staatliche Anglerprüfung wie in Deutschland ist für das Urlaubsangeln üblicherweise nicht erforderlich.
Für jedes Gewässer können eigene Regeln gelten. Dazu gehören beispielsweise erlaubte Angelmethoden, Schonzeiten, Mindestmaße, Fangbegrenzungen und gesperrte Bereiche. Informiere dich deshalb immer über die Bestimmungen des konkreten Angelgewässers.
Eine praktische Möglichkeit zum Kauf digitaler Angelkarten ist iFiske. Über die Internetseite oder die App kannst du zahlreiche Angelgebiete suchen, Informationen zu den jeweiligen Gewässern aufrufen und eine passende Fiskekort kaufen. Die Angelkarte wird digital bereitgestellt und kann im Benutzerkonto beziehungsweise in der App angezeigt werden. Je nach Angebot stehen unter anderem Kartenzahlung und PayPal zur Verfügung.
Nicht jedes schwedische Gewässer ist bei iFiske erfasst. Falls du dort keine Angelkarte findest, achte vor Ort auf Hinweise zur zuständigen Fischereivereinigung oder auf örtliche Verkaufsstellen. Für bestimmte große Seen und Küstengewässer gelten besondere Regelungen. Prüfe daher auch dort vor dem Angeln die jeweils aktuellen Bestimmungen.

iFiske – Informationen zu Angelkarten und örtlichen Regeln →

Über Felsen durch Skurugata

Der Weg durch Skurugata führt zwischen hohen Felswänden immer wieder über große Gesteinsblöcke und steile Geröllpassagen. Mein Sohn auf dem Weg durch die Schlucht vermittelt einen guten Eindruck davon, welche Dimensionen diese eindrucksvolle Landschaft besitzt.

Wandern und Natur erleben

Dichte Wälder, unzählige Seen, felsige Küsten und die weiten Berglandschaften im Norden machen Schweden zu einem vielseitigen Wanderland. Neben ausgeschilderten Wanderwegen ermöglicht das schwedische Jedermannsrecht vielerorts einen besonders unmittelbaren Zugang zur Natur.

Das schwedische Jedermannsrecht – Allemansrätten – erlaubt es dir, dich in weiten Teilen der Natur frei zu bewegen. Du kannst auf Wegen und Pfaden wandern, Wälder und Berge erkunden und viele Gebiete auch abseits ausgewiesener Routen erleben. Mit dieser Freiheit ist die Verpflichtung verbunden, Natur, Tiere, Grundeigentümer und andere Besucher zu respektieren.
Halte ausreichend Abstand zu Wohnhäusern und privaten Grundstücksbereichen. Gärten, Anpflanzungen, bewirtschaftete Felder und empfindliche junge Waldflächen dürfen nicht betreten oder beschädigt werden. Hinterlasse keinen Müll und vermeide jede vermeidbare Beeinträchtigung der Natur.
In Nationalparks, Naturschutzgebieten sowie Vogel- und anderen Tierschutzgebieten können zusätzliche Vorschriften gelten. Wege oder Bereiche dürfen zeitweise gesperrt sein. Auch für Hunde, Übernachtungen und das Entzünden von Feuer können besondere Regeln bestehen. Beachte deshalb die Hinweisschilder und informiere dich vor längeren Touren über die Bestimmungen des jeweiligen Schutzgebietes.
Vor Wanderungen in abgelegenen Regionen solltest du die Route, das Wetter und die Länge der Tagesetappen realistisch einschätzen. Speichere Karten möglichst offline, nimm ausreichend Wasser und Verpflegung mit und verlasse dich nicht überall auf eine durchgängige Mobilfunkverbindung. Besonders in den nördlichen Bergregionen können Wetterumschwünge und große Entfernungen eine gute Vorbereitung erforderlich machen.

Naturvårdsverket – Wandern und Jedermannsrecht →

Mit dem Faltboot auf einem spiegelglatten See

Der Blick über die Schulter meines Sohnes auf einen vollkommen ruhigen schwedischen See. Gerade an solchen Tagen wird eine gemeinsame Tour mit dem Faltboot zu einer kleinen Entdeckungsreise entlang der Ufer und Inseln.

Kanu und Kajak

Schwedens Seen, Flüsse und Schären bieten hervorragende Bedingungen für Touren mit Kanu oder Kajak. Je nach Region reicht das Angebot von ruhigen Ausflügen auf kleinen Waldseen bis zu längeren Touren durch weitläufige Seengebiete und Küstenlandschaften.

Das schwedische Jedermannsrecht gilt grundsätzlich auch auf dem Wasser. Du darfst viele Seen, Flüsse und Küstenbereiche mit Kanu, Kajak oder Stand-up-Paddleboard erkunden. Dabei gilt derselbe Grundsatz wie an Land: nicht stören und nichts beschädigen.
Halte ausreichend Abstand zu Wohnhäusern, privaten Uferbereichen und Tieren. Besonders während der Brutzeit können sich Wasservögel bereits durch ein leise herannahendes Kanu gestört fühlen. Wenn Vögel unruhig werden oder sich vom Ufer entfernen, solltest du den Abstand vergrößern.
In Nationalparks, Naturschutzgebieten sowie Vogel- und anderen Tierschutzgebieten können das Anlanden, Übernachten oder Befahren bestimmter Bereiche zeitweise eingeschränkt sein. Achte auf entsprechende Hinweisschilder und prüfe vor längeren Touren die örtlichen Vorschriften.
Unterschätze auch auf kleineren Seen das Wetter nicht. Wind kann innerhalb kurzer Zeit Wellen erzeugen und die Rückfahrt erheblich erschweren. Trage eine geeignete Schwimmweste, kontrolliere die Wettervorhersage und plane die Strecke entsprechend deiner Erfahrung. Wasserdicht verpackte Kleidung, Mobiltelefon, Karten und Verpflegung gehören ebenfalls zur sinnvollen Ausrüstung.
Bevor du ein Kanu, Kajak oder andere Ausrüstung von einem Gewässer zu einem anderen bringst, solltest du alles gründlich trocknen und gegebenenfalls reinigen oder desinfizieren. Dadurch lässt sich unter anderem die Übertragung der Krebspest zwischen verschiedenen Gewässern vermeiden.

Internet und Mobilfunk

Schweden verfügt grundsätzlich über eine gut ausgebaute Mobilfunkversorgung. In dünn besiedelten Wald-, Berg- und nördlichen Regionen kann die Verbindung jedoch schwächer sein oder zeitweise vollständig fehlen. Für längere Fahrten und Ausflüge solltest du wichtige Informationen deshalb zusätzlich offline verfügbar haben.

In Städten, größeren Ortschaften und entlang wichtiger Verkehrsverbindungen ist mobiles Internet in Schweden normalerweise gut verfügbar. Je weiter du dich von bewohnten Gebieten und Hauptverkehrsstraßen entfernst, desto stärker kann die tatsächliche Netzabdeckung schwanken.
Besonders in ausgedehnten Waldgebieten, im schwedischen Fjäll und im hohen Norden solltest du nicht mit einer durchgängigen Mobilfunkverbindung rechnen. Die Abdeckung hängt außerdem vom verwendeten schwedischen Partnernetz, dem Standort, der Geländeform und dem eigenen Gerät ab.
Lade Navigationskarten, Buchungsunterlagen, wichtige Adressen und Notfallinformationen vor Ausflügen möglichst auf dein Smartphone herunter. Die schwedische Telekommunikationsbehörde PTS stellt eine Karte zur Mobilfunk- und Breitbandabdeckung bereit.

Schweden gehört zur Europäischen Union. Prüfe vor der Reise, welches Datenvolumen dein Mobilfunktarif in Schweden umfasst und ob dabei besondere Bedingungen oder Fair-Use-Grenzen gelten.
Eine zusätzliche Reise-eSIM kann eine praktische Möglichkeit sein, einen eigenen Datentarif für die Reise einzurichten. Sie lässt sich bereits vor der Abfahrt installieren und nach der Ankunft aktivieren. Die bisherige SIM-Karte kann dabei im Smartphone bleiben. So kannst du mobile Reisedaten getrennt von deinem normalen Tarif nutzen und deine gewohnte Telefonnummer weiterhin behalten.
Das zusätzliche Datenvolumen kann beispielsweise für Navigation, Reiseplanung, Buchungen, Kommunikation und Unterhaltung unterwegs verwendet werden. Voraussetzung sind ein eSIM-fähiges Smartphone und ein für das Reiseziel geeigneter Datentarif.

Stand und Quellen

Zuletzt redaktionell geprüft: August 3, 2026