• Blick vom Kyffhäuser
  • Das Kyffhäuserdenkmal
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  • Blick vom Hademarstieg auf den Stausee Kelbra
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  • Der Kyffhäuser   Wandern im Norden Thüringens

  • Sagenhafter Barbarossa

  • Barbarossahöhle weckt Entdecker

  • Monumentales Panorama Museum

  • Herbstliches Flayr und Ruinen

  • Romantische Bergpfade

  • Märchenhafte Buchenwälder

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  • Einfach Natur entdecken

Wandern rund um das Kyffhäuserdenkmal

Ein sagenhafter Berg

Ein riesiges Denkmal, ein Höhenzug außerhalb des Harz und eine Burg sind heute die Etappen unserer Tour. Wir zeigen euch, wie ihr ein touristisch attraktives und damit auch gut frequentiertes Ausflugsziel mit einer abwechslungsreichen Wanderung verbinden könnt. Gemeinsam durchstreifen wir die dichten und mystisch anmutenden Herbstwälder an den Nordhängen des Gebirges und werfen einen Blick auf nahen Harz, von dessen Erhebungen wir sonst den Kyffhäuser betrachten. Anlässlich der Aufstellung des Wandernden Stempelkastens im Herbst zieht es uns heute einmal raus aus dem Harz. Wir besuchen den Kyffhäuser und holen uns hier bombastische Eindrücke und die Portion gute Laune und Entspannung, die wir sonst in unseren heimischen Gefilden finden.

 Harzer Bergwald Tourendetails

Startpunkt: Parkplatz Burghof(kostenpflichtig)

Länge: 15 Kilometer

Stempel der Harzer Wandernadel: Wandernder Stempel

Download: GPX-Datei

 

Das Kyffhäuserdenkmal

Figuren am Fuße des DenkmalsDie Tour startet auf dem Parkplatz direkt unterhalb des riesigen Kyffhäuserdenkmals am Burghof. Einem kurzen Aufstieg über schmale Stufen folgt ein Pfad und später der Zufahrtsweg zum Eingang des Geländes rund um das Denkmal. Schon am ersten Gedenkstein wird es kaiserlich. Eine Botschaft Kaiser Wilhelms steht hier in Stein gemeißelt. Der Eintritt am Denkmal ist nicht billig, rechtfertigt sich aber im späteren Verlauf des Besuchs. Bereits jetzt schwelgen wir im Anblick der nördlichen Hänge, von denen der Dunst des letzten Regens aufsteigt. Die Sonne bricht sich langsam und fortwährend ihre Bahn durch die noch dichten Wolken. Wir huldigen Barbarossa auf seinem Thron und bewundern die steinernen Gesichter und Tierbilder im Stein. Dann geht es die 247 Stufen hinauf zu den Aussichtsbalkonen, die wie eine Kaiserkrone gestaltet sind. Der Kraftaufwand lohnt sich, denn von oben ist die Aussicht atemberaubend. Besonders nach Westen hin hat die Sonne den Kampf gegen die Wolken für sich entschieden. Dunst steigt aus den Wäldern auf, die Goldene Aue liegt zu unseren Füßen und der Himmel rahmt alles in Azurblau. Ein wahres Bilderbuchpanorama bietet sich uns hier.

Nach dem Abstieg besichtigen wir noch den Burgturm mit seiner Ausstellung. Frank zeigt uns den Burgbrunnen und spendiert jedem einen Stein. Versucht es selbst mal und lasst einen Stein in den Burgbrunnen fallen. Ob eine Antwort folgt? Wer kleine Kinder dabei hat, kann diese auf dem themengerecht eingerichteten Spielplatz beschäftigen, der sich an der Burgmauer befindet.

Harzer-Bergwald-Tipp zum Kyffhäuserdenkmal:

Bringt unbedingt genug Zeit mir, denn das Kyffhäuserdenkmal und das Areal herum haben sehr viel zu bieten. Neben der Aussicht vom Denkmal gibt es noch den Brunnen zu entdecken, das Museum und den Bergfried.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

 

Wir verlassen das Gelände des Denkmals und besichtigen die Unterburg. Man betritt die Ruine durch ein Bogentor. Die frühherbstliche Stimmung breitet sich im Sonnenschein über der weitläufigen Anlage aus. Ganz besonders sticht hier ins Auge, dass Wege und Rasen sehr gepflegt daher kommen. Es gibt noch viele Mauerreste zu besichtigen, die gut beschildert sind.

Von der Unterburg steigen wir hinab in Richtung Tilleda. Ein Hohlweg leitet uns sicher nach unten. Der Wald wechselt in lichtes Gehölz mit vielen romantisch gewachsenen Obstbäumen. Wir schwenken nach Westen und bewegen uns immer am Waldrand entlang. Jetzt liegt der Blick in den Südharz offen. Mühelos sind die Klippen am nördlichen Ortsrand von Questenberg zu erkennen. Schweift man nach Osten, so erhebt sich in der Ferne die "Hohe Linde". Für uns ist es ein völlig neuer Blickwinkel, denn sonst schauen wir vom Harz hier her.

Ein seltsam verdrehter Baum bezaubert den WandererAn der Jugenherberge Kelbra führt unser Weg wieder in den Berg hinein. Ein Forstweg leitet uns bis zur zweiten Kurve, dann verlassen wir ihn und betreten einen düster und mystisch anmutenden Wald. Noch eher junges Gehölz schafft ein dichtes Blätterdach und verhindert den tiefen Blick in die Gegend. Es hat am Morgen noch geregnet,n deshalb duftet der Wald jetzt herrlich nach dem Laub, das sich am Boden sammelt. Ein seltsam verdrehter Baum steht am Wegrand und steigert die Athmosphäre, die uns umgibt. An einer Blaubeerwiese steht ein Schild mit dem Hinweis, dass nur wenige Meter weiter Lebensgefahr durch Absturz besteht. Von der Kante kann man ins Borntal und auf den gegenüber liegenden Berg, den Goldenen Mann, schauen. Das Schild lügt nicht, denn hier geht es abrupt viele Meter in die Tiefe.

Wir gehen weiter und treffen auf die Quelle Heiliger Born. Ein Schild weist zusätzlich auf die Quelle hin. Die Böschung ist links und rechts sehr steil, was den zutritt zu Quelle extrem erschwert. Ringsum steht nun dichter und wilder Wald. Die Wanderung beginnt immer mehr Spaß zu machen. An einer Leckstelle hat ein Jäger auf einem grünen Pfahl ein grünes Pult für das Salz angebracht. Wir machen unsere Scherze, dass dies ein Stempelkasten sein könnte. Der Weg wird herbstlicher und führt uns hinauf zum Standort der Rothenburg. Leider ist sie momentan nicht begehbar und auch sonst kaum zu sehen, was sich hoffentlich noch einmal ändert. Wir nutzen einen Baumstamm für eine kurze Pause.

Harzer Bergwald Hinweis zur Rothenburg

Wer sich näher zur Rothenburg informieren möchte, dem sei dieser Wikipedia-Artikel ans Herz gelegt. Zur Situation an und auf der Rothenburg konnten wir in der Mitteldeutschen Zeitung einen Artikel finden. Da er aus dem Jahr 2012 stammt und unser Erlebnis vor Ort widerspiegelt, sieht es nicht sehr hoffnungsvoll darum aus, dass man die Rothenburg in nächster Zeit mal wieder besichtigen könnte.

 

Traumhafte Aussichten

Blick vom Hademarstieg auf den Kelbraer StauseeAls wir zum ersten Mal die Bundesstraße 85 kreuzen, erreichen wir den Hademarstieg. Dieser Abschnitt ist ein großes Highlight der Tour. Schmale Bergstiege schmiegen sich an die Hänge. Einen ausfallenden Bergsporn nutzen wir dazu, etwas bessere Sicht aus dem Wald heraus zu bekommen. Der Sprache verschlägt es uns beinahe, als wir eine Bank finden, die an einer ausgelichteten Stelle platziert wurde. Zu recht, wie wir sofort zugeben müssen.  Gegenüber sind die langen Berghänge des Tannenbergs immernoch kräftig grün belaubt. Das Tal öffnet sich und mündet in den Kelbraer Stausee. In der verlängerten Blickachse ist ein Teil des Südharzes zu erkennen. Eine durch und durch atemberaubende Stelle und ein Platz zur Erholung und Besinnung.

Der Hademarstieg erreicht einen breiteren Forstweg. Hier ist eine riesige geschotterte Fläche angelegt, die ihr als alternativen und kostenlos Parkplatz nutzen könnt. In diesem Fall wäre hier der Einstieg in die Tour. Man kann von hier auch den Fernsehturm des Kyffhäusers, auch Sender Kulpenberg genannt, sehen. Gelände und Turm sind leider nicht mehr zugänglich. Früher befand sich in der Kuppel ein Restaurant, welches jährlich von ca. 200.000 Gästen besucht wurde.

 

Der Ententeich

Dichte MoosmattenWeiter geht es über schmale Pfade, die immer wieder sehr gut beschildert sind. Wir richten uns nun nach den Hinweisen zum Ententeich. Nach der zweiten und letzten Überquerung der B85 gehen wir noch ein Stück weiter südwärts. Hier finden wir noch einen Rastplatz direkt an der Bundesstraße. Dies wäre für euch noch ein möglicher alternativer Einstiegspunkt in die Tour mit kostenloser Parkmöglichkeit. Direkt am Parkplatz steht eine Schutzhütte. Am südlichen Rand des Parkplatzes befindet sich der Ententeich, der durch und durch mit Entengrütze zugewachsen ist. Einige umgestürzte Bäume dienen tatsächlich eine Gruppe Enten als Ruheplatz. Leider zeigt sich am Teich auch die Missachtung der Natur, die ihr manche Menschen entgegen bringen. Alte Autoreifen treiben an der Oberfläche.

Wir verlassen den Ententeich und machen uns auf den Rückweg zu unserem Startpunkt. Erneut geht es über schmale Bergpfade. Diese prägen zu weiten Teilen das gesicht der Wanderung und sind so ganz nach unserem Geschmack. Wir kreuzen den Kaiserweg und gehen das letzte Stück der Tour an. Neben uns beeindruckt uns eine riesige dichte Moosfläche. Als wir aus dem Wald treten, treffen wir auf einen weiteren Bewirtungsbereich des Kyffhäusers. Hier sind ein Biergarten, Grillstände und diverse Händlerstände zu finden. Noch ein paar Meter und wir erreichen tiefenentspannt unser Auto.

Harzer Bergwald Tipp zur Kyffhäusersage

Friedrich Rückert schrieb die Sage in dichterische Verse. Diese und noch vieles mehr zur Kyffhäusersage findet ihr auf Kyffnet.

Fazit

Dies ist unsere erste dokumentierte Wanderung, die nicht im Harz stattfindet. Sie ist ein absoluter Volltreffer, da sie zahlreiche Highlights zu bieten hat. Gleich zu Beginn steht das Kyffhäuserdenkmal und die Reste der Burg. Eine sagenhafte Aussicht auf einem sagenhaften Berg. Mystische Bergpfade bieten ausgezeichnete Augenblicke zur Entspannung und Ruhe. Die von uns gewählten Pfade liegen oft abseits der stark besuchten Wege. Der Blick vom Hademarstieg auf den Stausee Kelbra rundet die Wanderung ab. Die Liebhaber der Harzer Wanderungen werden auch auf dem Kyffhäuser nichts vermissen. Die Buchenwälder erinnern stark an die des Südharzes. Wir können und wollen euch diese Tour uneingeschränkt empfehlen.

Die Komoot-Karte zur Wanderung:

 

 

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Tags: Familientour Spielplatz Bis 15 Kilometer Geschichte Aussicht Aussichtsturm Kyffhäuser