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Barbarossahöhle, Buchenwälder und Karstlandschaft

Eine Tour der Extraklasse

So oder ähnlich können wir ohne zu zögern die Wanderung im Südosten des Kyffhäusers betiteln. Neben der Barbarossahöhle sind die weiteren Ziele die Ruine Falkenburg, die Köhlerwiese, die urischen Buchenwälder und die trockenen Südhanglagen der Karstlandschaft. Uns begleitete lange Zeit der Regen, doch er konnte die Schönheit dieser Ecke nicht beeinträchtigen. Uns blieben beeindruckende Impressionen zwischen den uralten Buchen, die schmalen Bergpfade, die sich in den Karst graben und die tollen Aussichten von den Trockenwiesen auf die Hainleite. Wir nehmen euch mit auf die Reise!

 

 Harzer Bergwald Tourendetails

Startpunkt: Parkplatz Barbarossahöhle(kostenpflichtig)

Länge: 12 Kilometer

Download: GPX-Datei

Die Barbarossahöhle

Die Barbarossahöhle am KyffhäuserWir parken direkt unterhalb der Barbarossahöhle und starten dort unsere Wanderung. Noch auf dem Weg zum Höhleneingang treffen wir auf einen alten Bekannten. Ein grünes verschnörkeltes L prangt auf einer Tafel und dazu eine Geschichte aus der Reformationszeit. Ihr erinnert euch? Ach ja, das ist der Lutherweg, diesmal auf thüringischer Seite. Vielleicht schaffen wir irgendwann mal eine Verlängerung unserer Lutherweg-Touren an diesen Ort. Aber weiter gehts, die Höhle wartet. Schon im Eingangsbereich gibt es viele wissenswerte Dinge zu bestaunen, Dioramen aus der Urzeit, ein Profil des Berges, jede Menge Steine und eine interaktive Infostation.

Wir blechen unsere 7,50€ pro Person und dann kommt auch schon bald der Höhlenführer. Es wird eine unterhaltsame Führung, denn der Herr beweist auch seine Eignung als Entertainer. Gekonnt bezieht er Besucher, vor allem Kinder, mit in die Führung ein, stellt Fragen und informiert. Die Formen des Gesteins haben in der Höhle eine skurile Erscheinung angenommen. Teilweise wirkt es so, als würde die Farbe in dicken Platten von der Decke bröseln. Es ist das Gestein, welches unter Einwirkung von Wasser seinen Zustand verändert. Wir sehen Alabasterlinsen, kristallines Gestein, welches das Licht leitet und vieles mehr. Am Ende weist der Führer auf eine Bühne, wo auch Konzerte in der Höhle gegeben werden. Wem das noch nicht reicht und noch einen drauf setzen will, der kann sogar dort unten heiraten. Die Leute sollen dafür lange Anreisen auf sich nehmen.

Harzer Bergwald Tipp zur Barbarossahöhle

Informationen zu Öffnungszeiten(saisonabhängig) und Eintrittspreisen findet ihr auf der Webseite der Höhle.

Technische Daten und Geschichtliches kann man auf Kyffnet lesen.

Nach der Führung gibt es schnell eine Wurst und dann startet unsere zweite "Führung" durch die Wälder des Kyffhäusergebirges.

Trübe Sicht und großes Staunen

Uralter Buchenwald zum StaunenDirekt oberhalb des Höhlengeländes steht die Ruine Falkenburg. Von dort kann man zur Hainleite hinüber blicken. Leider nicht heute, denn der Regen verhängt einen Schleier und die Aussicht ist getrübt. Bei schönem Wetter gibt es einen tollen Blick auf die Hainleite und Windleite. Wir machen uns weiter und durchstreifen einen Mischwald, der irgendwann auf einer großen Wiese landet. Dieser Bereich nennt sich Gipskuppe, was keiner weiteren Erklärung mehr bedarf. Irgendwie fühlt sich das hier an wie Brandenburg, nur mit Bergen!

Aber dann wechselt die Vegetatiion in einen uralten Buchenwald. Erst umrahmen uns junge Buchen mit dichtem Unterholz und dann öffnet sich plötzlich der Bewuchs und gibt den Blick in einen Märchenwald frei. Wir wussten von den Buchenwäldern auf dem Kyffhäuser, aber der Anblick überwältigt dann doch. Riesige Buchen stehen hier in großen Abständen und breiten ihre Kronen über den Karst. Der Boden ist mit Laub bedenkt und nur vereinzelt halten sich Sämlinge in diesem lichtarmen Bereich. Am liebsten wären wir hier ewig verharrt, aber die Tour muss ja weiter gehen.

Doch es braucht nur ein paar Meter und die Aufmerksamkeit wird wieder durch den Wald gefangen. Der Karst türmt sich zu einem Zuckerhut, auf dem sich junge Buchen ansammeln. Also gleich wieder ran und die Bilder geschossen, die einen später immer wieder verfolgen. In diesen Bereich solltet ihr eure Vesper legen und die Ruhe des Waldes aufnehmen. Es tut unendlich gut! 

Von der Köhlerwiese zur Weißen Küche

Wir treffen auf den Rottleber Kommunikatweg und auch bald auf die Köhlerwiese. Eine riesige Birke steht frei und unter ihr eine Bank. Das lichte Laub des alten Baums gibt wenig Schutz vor dem Regen, der grad wieder fällt. Zum Glück steht am Wegrand eine pavillonartige Hütte. Ein paar Meter weiter eine riesige knorrige Eiche. Solche alten Bäume beeindrucken immer wieder. Man würde gern den Geschichten lauschen, die sie aus vergangenen Zeiten erzählen könnten. Wir gehen wieder in den Wald, der weiter sehr dicht bleibt. Irgendwann entscheiden wir uns gegen den geplanten Track und treffen nur durch Zufall die richtige Wahl. An einem Bergpfad tritt der Karst wieder offen zu Tage und wenige Meter weiter öffnet sich der Blick in die Ferne, wenn auch weiter stark getrübt. Wir kommen zur Weißen Küche. Hier ist ein kleiner Waldparkplatz, der kostenlos ist und einen alternativen Einstiegspunkt in die Tour bietet.

Der schönste Wanderpfad im Kyffhäusergebirge

Der Kattenburger Weg führt direkt durch den KarstDie Andeutung zur richtigen Wahl ist bereits gefallen, nun soll die Erklärung folgen. Auf der Komoot-Map sahen wir einen Pfad, der mit S1 bezeichnet ist. Unsere Schlussfolgerung war, dass dieser nicht ohne Grund ausgewiesen ist. Und damit begaben wir uns auf den nach unseren Erlebnissen schönsten Wanderpfad im Kyffhäusergebirge. Er wird Kattenburger Weg genannt und diesen Namen solltet ihr euch merken. Ein Bergpfad entlang durch einen urischen Wald. Irgendwann hat man das Gefühl, man würde auf Mehl laufen, so klar tritt der Karst heraus. Zum Ende hin öffnen sich weite Trockenwiesen an den südlichen Hängen des Kyffhäusers. Hier stehen Bänke oder man nutzt einfach das Gras und genießt den Blick auf die Hainleite im Süden und die Windleite im Südwesten. Allein wegen diesem Weg steht fest, dass wir hier wieder herkommen werden.

Ab der Eschenecke beginnt ein kurzes Stück junger Fichtenwald. Schon bald wechselt er wieder zum ortstypischen Laubwald. Wir steigen wieder hinab und verlassen diesen herrlichen Bereich im südlichen Kyffhäuser.

Kurz darauf erreichen wir eine alte, mit Bruchsteinen gepflasterte Straße. Es ist der Weg, der an der Köhlerwiese vorbei führt. Unten angekommen, biegen wir auf einen Feldweg ein, der uns an Gärten und Streuobstwiesen entlang zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour führt. Im Sommer kann man hier mit Sicherheit die Kirschblüte bewundern. 

Fazit

Von dieser Tour waren wir voll geflasht! Zuerst die Barbarossahöhle und dann die Wälder des Kyffhäusers. Buchenwälder, wie man sie vor allem in den Bergen um Stolberg findet, verschlagen einem förmlich die Sprache. Als Sahnehäubchen erwies sich der Kattenburger Weg. Ein traumhafter Bergpfad, der sich so abwechslungsreich präsentiert. Vom Buchenwald in den Karst wechselnd, dann Trockenwiesen mit besten Aussichten. Er ist unser schönster Wanderpfad auf unseren Touren im Kyffhäusergebirge gewesen. Gäbe es eine solche Bewertung, erhielte diese Tour 5 Sterne von uns. Wir sagen: Unbedingt hingehen!

 

Die Komoot-Karte zur Tour

 

 

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Tags: Familientour Spielplatz Bis 15 Kilometer Geschichte Aussicht Bergbau Kyffhäuser