Der Sarek im Portrait

Der Sarek ist eine alpine Gebirgslandschaft Lapplands. Oft wird er auch als die letzte Wildnis Europas bezeichnet. 1909 wurde er zum schwedischen Nationalpark erhoben und war damit auch der erste Nationalpark in Europa überhaupt. Seine kreisförmig anmutende Ausdehnung ist im Durchmesser etwa 50 Kilometer. Tief eingeschnittene Täler, Hochebenen und schroffe Gebirgsmassive mit Gletschern sorgen für ein abwechslungsreiches Gesicht des Sarek. Die Gipfel erreichen zum Teil Höhen über 2000 Meter. Das berühmteste Flusstal ist das des Rapaädno. Der Mündungsbereich liegt außerhalb der Nationalparksgrenze, das Delta ist aber einer der schönsten natürlichen Orte in Europa. Vom Berg Skierffe kann man direkt auf das Delta 700 Meter tiefer schauen. Diesen Anblick wird man sein Leben lang nicht vergessen.

Begrenzt wird der Sarek im Westen durch den Nationalpark Padjelanta und im Norden durch den Nationalpark Stora Sjöfallet. Über beide Parks lässt sich der Sarek erreichen.

Der Sareks gehört mit zu den von den Samen genutzten Rentierzuchtgebieten in Lappland. Im Sommer zogen die Samen mit ihren Herden durch die Täler des Sarek bis zum Padjelanta. Immer wieder findet man auf dem Gebiet des Sareks einzelne Rentierwächterhütten, die aber nicht mehr zur Rentierhaltung genutzt werden. Rentiere dagegen trifft man relativ häufig an.

Das Gebirge gilt als regenreichstes Gebiet Schwedens, weshalb Flüsse immer wieder zur Gefahr oder nur schwer zu bewältigende Hindernisse werden können. Ein Grund dafür ist auch, dass es im gesamten Nationalpark nur fünf Brücken gibt. Behausungen, Wegweiser oder geführte Wege existieren im Sarek nicht.

Weiterführende Informationen über den Sarek findest du auf Wikipedia, Schwedens Nationalparks und Laponia.